Kontrast
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Untersuchung der Netzhaut

Sehtest

Eine Augenuntersuchung beginnt meistens mit der Bestimmung der Sehschärfe. Dabei versucht der Patient, verschiedene Buchstaben oder Zahlen von einer bestimmten Entfernung zu erkennen.
Die normale Sehschärfe (Visus) ist altersabhängig und liegt im Allgemeinen zwischen
0,8 und 1,25. Falls kleinere Zahlen bzw. Buchstaben nicht mehr erkennbar sind, liegt in der Regel eine Sehstörung vor.
Gelingt eine Korrektur dieser Sehstörung  durch Brille oder Kontaktlinsen nicht, besteht eventuell eine Augenerkrankung oder auch eine angeborene Schwäche des Auges. Ob dies tatsächlich auf den Patienten zutrifft, wird im Rahmen der weiteren augenärztlichen Untersuchung überprüft und je nach Diagnose wird eine Behandlung eingeleitet. 
Ziel der Nutzung von Sehtafeln ist die Kontrolle der Sehschärfe im zeitlichen Verlauf durch den Arzt.

Ophthalmoskopie

Nach der Bestimmung der Sehschärfe folgt meist eine Ophthalmoskopie, bei der der Augenarzt mit einer Lupe, einem Augenspiegel oder einem Kontaktglas die Netzhaut untersucht. Hierzu werden die Pupillen mit Augentropfen (Mydriatika) erweitert, sodass der Arzt die Netzhautmitte mit der Makula und auch die Umgebung (Peripherie) gut einsehen kann.
Da man als Folge dieser Tropfen für längere Zeit verschwommen sieht und stark geblendet ist, sollten Sie nach der Untersuchung auf keinen Fall selbst Auto fahren oder Maschinen bedienen.

Fluoreszenzangiografie (abgekürzt FLA)

Dem Patienten wird bei dieser Untersuchungsmethode ein Kontrastmittel in eine Armvene injiziert. Nach kurzer Zeit kommt dieses Kontrastmittel in den Blutkreislauf des Auges und kann dann von einer Kamera mit einem Grünlichtfilter fotografiert werden. Auf den dabei erstellten Fotos kann der Arzt sehr gut die Ausdehnung, die genaue Lage und die Gestalt eines Ödems beurteilen.

Optische Kohärenz-Tomografie (abgekürzt OCT)

Moderne bildgebende Verfahren haben die Diagnostik bereichert. Ein solches Verfahren ist die Optische Kohärenztomografie (OCT). Damit ist es möglich, die Netzhaut im Querschnitt darzustellen. Der Augenarzt nutzt dafür einen Lichtstrahl, der die verschiedenen Schichten abtastet. Es entsteht ein Bild, das die verschiedenen Zellebenen und gegebenenfalls auch Flüssigkeit in der Makula zeigt. Mit dieser Art der Untersuchung kann der Augenarzt den Verlauf der Erkrankung und das Ansprechen auf die Therapie überwachen.