Kontrast
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Diagnostik Untersuchung der Netzhaut

Jeder Diabetiker sollte sich in regelmäßigen Abständen von seinem Augenarzt untersuchen lassen. Viele Ärzte empfehlen halbjährliche Kontrolle. Eine Reihe an Untersuchungsmöglichkeiten stehen dem Arzt zur Verfügung, Veränderungen am Auge festzustellen:

Sehtests

Mit Hilfe von Sehtafeln wird die Sehschärfe bestimmt. Bei der Untersuchung liest der Patient Zeichen (meist Buchstaben oder Zahlen) vor, die ihm in einer bestimmten Entfernung angeboten werden. Je kleiner die Zeichen sind, die der Patient erkennt, umso besser ist seine Sehschärfe, in der medizinischen Fachsprache Visus genannt. Die normale Sehschärfe ist altersabhängig und liegt im Allgemeinen zwischen 0,8 und 1,25.
Ziel der Nutzung von Sehtafeln ist die Kontrolle der Sehschärfe im zeitlichen Verlauf durch den Arzt.

Ophthalmoskopie

Hierzu werden die Pupillen mit Augentropfen (Mydriatika) erweitert, so dass der Arzt nicht nur die Netzhautmitte mit der Makula, sondern auch die Umgebung (Peripherie) gut einsehen kann. Da man als Folge dieser Tropfen verschwommen sieht und stark geblendet ist, sollte man nach der Untersuchung auf keinen Fall am Straßenverkehr teilnehmen oder Maschinen bedienen.

Fluoreszenzangiografie (FLA)

Dem Patienten wird bei dieser Untersuchungsmethode ein Kontrastmittel in eine Armvene injiziert. Nach kurzer Zeit kommt dieses Kontrastmittel in den Blutkreislauf des Auges und kann dann von einer Kamera mit einem Grünlichtfilter fotografiert werden. Auf den dabei erstellten Fotos kann der Arzt sehr gut die Ausdehnung, die genaue Lage und die Gestalt eines Ödems beurteilen.

Optische Kohärenz-Tomografie (abgekürzt OCT)

Mit der OCT ist es möglich, die Netzhautschichten im Querschnitt darzustellen. Ein Lichtstrahl „tastet“ dabei die unterschiedlichen Gewebeschichten im Zentrum der Netzhaut ab und stellt diese auf dem Bildschirm dar.
Hierbei sieht der Augenarzt schnell, ob sich Flüssigkeit in den Schichten eingelagert hat.
Durch wiederholte Untersuchungen mit dem Gerät lässt sich nachweisen, ob die Therapie erfolgreich war, das Ödem also abgenommen hat und die Netzhaut wieder dünner ist.