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Häufigkeiten der retinalen Venenverschlüsse

Ein retinaler Venenverschluss (RVV) ist eine der häufigsten Gefäßerkrankungen der Netzhaut. Etwa 16,4 Millionen Menschen weltweit sind nach Schätzungen von einem RVV betroffen. Dabei steigt die Häufigkeit mit zunehmendem Alter deutlich an: 90 Prozent der Patienten sind über 50 Jahre alt.

Am häufigsten wird die Diagnose in Deutschland zwischen dem 65. und 75. Lebensjahr gestellt.*

Liegt ein Verschluss einer Netzhautvene vor, handelt es sich in ca. 85 Prozent der Fälle um einen Venenastverschluss (VAV). Deutlich seltener erkranken Patienten entsprechend an einem Zentralvenenverschluss (ZVV).

RVV – Risikofaktoren

Der Verschluss einer Netzhautvene ist meist einseitig, in 5 bis 12 Prozent der Fälle können beide Augen betroffen sein. Doch auch bei einem einseitigen RVV ist das gesunde Auge einem höheren Risiko ausgesetzt im Verlauf ebenfalls einen Venenverschluss zu erleiden. Die Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Verschluss am bereits betroffenen Auge beträgt hingegen nur 2 Prozent. Das rechte und das linke Auge sind etwa gleich häufig betroffen. Auch das Verhältnis zwischen männlichen und weiblichen Patienten ist ungefähr ausgeglichen.

Menschen mit Bluthochdruck und Raucher sind insgesamt einem höheren Risiko ausgesetzt, eine Netzhauterkrankung zu bekommen. Weitere Risikofaktoren sind ein zu hoher Cholesterin- und ein zu hoher Harnsäuregehalt des Blutes. Regelmäßige Kontrollen durch den Arzt sind daher unabdingbar, um eine Augenerkrankung vorzubeugen bzw. bei einem Verdacht rechtzeitig entsprechende Therapien in die Wege zu leiten.

 

*Quelle: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25894549