Kontrast
Drucken

Ursachen und Folgen des retinalen Venenverschlusses

Es gibt verschiedene Ursachen, die die Entstehung eines retinalen Venenverschlusses (RVV) begünstigen können:

Ein entscheidender Risikofaktor ist z.B. der Bluthochdruck, der häufig auch eine Arteriosklerose („Arterienverhärtung“) mit sich zieht. Doch auch das Rauchen erhöht das Risiko, dass ein Venenverschluss im Auge entsteht. Ist ein Patient an Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“) erkrankt oder sind etwa sein Cholesterin- und Harnsäuregehalt im Blut zu hoch, steigt ebenfalls die Wahrscheinlichkeit eines RVV.

Daher ist es wichtig, zur Vorbeugung von Venenverschlüssen auf einen möglichst guten allgemeinen Gesundheitszustand zu achten: ein gut eingestellter Blutzucker, ein normalisierter Blutdruck und gesunde Blutfettwerte sind ebenso von Vorteil wie ein rauchfreies Leben.

Doch auch im Auge selbst kann es Risikofaktoren für einen Venenverschluss geben: Patienten mit einem Glaukom („Grüner Star“ / erhöhter Augeninnendruck) weisen ein größeres Risiko auf. Ein Glaukom kann einen RVV verursachen. Es kann aber auch  ein Glaukom als Folge eines retinalen Venenverschlusses entstehen.

Auswirkungen eines retinalen Venenverschlusses

Die Folgen eines Venenverschlusses in der Netzhaut können je nach Ausprägung unterschiedlich sein. Bei einem RVV unterscheidet man zwischen einem Venenastverschluss (VAV) und einem Zentralvenenverschluss (ZVV). Beim VAV ist ein kleiner Ast der Netzhautvene blockiert. Der Verlust der Sehschärfe ist in diesem Fall seltener, da sich der Verschluss nur auf einen Teil der Netzhaut auswirkt. Anders ist es beim ZVV, bei dem die zentrale Netzhautvene verschlossen ist. Er hat meistens deutlichere Konsequenzen. So ist etwa der Verlust des Sehvermögens deutlich häufiger. Oft bildet sich ein Makulaödem. Das ist eine Flüssigkeitsansammlung an der Stelle des schärfsten Sehens in der Netzhaut. Unbehandelt kann ein retinaler Venenverschluss zu einer starken Einschränkung des Sehvermögens oder sogar zur Erblindung führen.

Bei einem Venenverschluss wird außerdem zwischen einem ischämischen RVV und einem nicht-ischämischen RVV unterschieden: Ein ischämischer Venenverschluss verläuft in der Regel schwerwiegender. Die Vene ist in diesem Fall schlecht oder gar nicht durchblutet. Das führt zu einem ausgeprägten Verlust der Sehschärfe oder sogar zur Erblindung. Ein nicht-ischämischer RVV bedeutet, dass die Durchblutung nur leicht vermindert ist.