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Zentralvenenverschluss (ZVV) im Auge – Verschluss der zentralen Netzhautvene

Venenverschlüsse stellen das zweithäufigste Gefäßleiden im Auge dar. Je nach Lage in der Netzhaut unterscheidet man zwischen einem Venenastverschluss (VAV) und einem Zentralvenenverschluss im Auge (ZVV). Bei einem ZVV ist die gesamte Netzhaut betroffen. Die klassische Ursache für dieses Leiden ist ein kleines Blutgerinnsel, das sich in der zentralen Netzhautvene festsetzt. Dieses Gerinnsel führt zum Stau des Gefäßes. Die Folge ist häufig eine Flüssigkeitsansammlung an der Makula. Das ist die Stelle des schärfsten Sehens. Die Betroffenen stellen dann vor allem einen Verlust der Sehschärfe fest. Manche Patienten sehen auch einen dunklen Schleier und bemerken ein verschwommenes oder verzerrtes Sehen.

 

Bis zu 8 von 10.000 Menschen in Deutschland sind von dem Venenverschluss im Auge betroffen. Etwa 90 Prozent der Patienten sind über 50 Jahre alt. Der retinale Zentralvenenverschluss ist für den Patienten i.d.R. bedeutender als ein Venenastverschluss. Bei einem VAV ist nicht die Zentralvene selbst, sondern nur ein kleinerer Ast der Vene verschlossen.

Rückstau in der Zentralvene – Blutungen und Ödeme

Wie jedes Gewebe braucht auch die Netzhaut eine geregelte Sauerstoff- und Nährstoffversorgung. Nur dann kann sie ihre Funktion, das Sehen, erfüllen. Bei einem Zentralvenenverschluss im Auge kann die Zentralvene komplett verschlossen sein. Möglicherweise ist sie nicht komplett blockiert, sondern in ihrem Durchmesser stark eingeengt. Dann kann nur noch wenig Blut durch sie hindurch fließen. In beiden Fällen ist der Rückstau das Kennzeichen des Zentralvenenverschlusses: Das Blut kann nicht mehr aus dem Auge abtransportiert werden. Als Folge dessen tritt Blut aus der gestauten Vene aus und verteilt sich über der Netzhaut in Form von flammenförmigen oder streifigen Blutungen.

Diese Blutungen kann der Augenarzt bei der Untersuchung erkennen. Sie sind für ihn das klassische diagnostische Zeichen für den Zentralvenenverschluss im Auge. Häufig stellt der Arzt dann außerdem eine Flüssigkeitsansammlung, ein so genanntes Ödem, im Bereich der Makula fest. Die Makula weist eine hohe Dichte an Sinneszellen auf. Sie bildet das Zentrum des Sehens und bestimmt die maximale Sehschärfe. Tritt genau hier Flüssigkeit aus, verschlechtert sich deshalb das Sehvermögen deutlich. Unbehandelt kann ein ZVV zu schwerwiegenden Schäden bis hin zur Erblindung führen. Deshalb sind eine genaue Diagnostik und die geeignete Behandlung sehr wichtig.

Ursachen eines Venenverschlusses im Auge

Ein Venenverschluss im Auge kann unterschiedlicher Herkunft sein. Sehr häufig ist er die Folge einer Gefäßkrankheit, vor allem eines Bluthochdrucks oder eines Diabetes mellitus („Zuckerkrankheit“). Besonders der Bluthochdruck kann zu einer Arteriosklerose („Arterienverhärtung“) führen, bei der die Wand eines Gefäßes immer dicker wird. Eine so verhärtete Arterie kann die Zentralvene der Netzhaut an einer Kreuzungsstelle abdrücken und so verschließen.

 

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