Coronarisiko: Planung der AMD-Behandlung

Ältere Dame im Krankenhaus

Die altersbedingte Makuladegeneration betrifft vor allem Menschen im Seniorenalter. Damit gehören viele AMD-Patienten zu der Gruppe von Menschen, die sich aufgrund möglicher schwerwiegender Verläufe der durch das Coronavirus verursachten Lungenerkrankung Covid-19 besonders gut vor einer Infektion schützen sollten.

Die Vorsichtsmaßnahmen sehen unter anderem vor, das eigene Haus nur in Notfällen zu verlassen und den Kontakt mit anderen Menschen auf ein Minimum zu beschränken.

Infektionsrisiko reduzieren

Um Ansteckungsgefahren für andere Menschen zu vermeiden, sollte man nur dann zum Arzt gehen, wenn man weder Husten noch Fieber hat, das gilt auch für regelmäßige Arzttermine zur AMD-Behandlung. Und auch wenn es Ihnen und Ihrer Begleitperson gut geht, sollten Sie auf das Händeschütteln verzichten und nach Möglichkeit den empfohlenen Mindestabstand zu anderen Menschen einhalten. Ihre Begleitperson sollte möglichst vor der Praxis auf Sie warten und nicht mit hineingehen.
 

Injektionstherapie bei feuchter AMD fortführen

Für den Erhalt Ihres Sehvermögens ist es wichtig, den Therapieplan bei z.B. feuchter AMD (fAMD) oder diabetisches Makulaödem (DMÖ) einzuhalten. Aus diesem Grund empfiehlt die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), die Termine der Spritzenbehandlungen (IVOM) wahrzunehmen.1 Wenn bei Ihnen in den nächsten Wochen Injektionstermine geplant sind, setzen Sie sich vorher mit Ihrem Augenarzt in Verbindung, ob die Injektion wie geplant stattfindet. 

Informationen und Hilfe rund um das Coronavirus

  • Bei (Atemwegs-)Beschwerden und Fragen zum Umgang mit möglichen Ansteckungen können Sie sich telefonisch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116 117 melden.
  • Nur in dringenden Notfällen sollten Sie den Notruf unter 112 wählen.
  • Über spezielle Bürgertelefone bieten viele Städte und Kommunen zusätzliche Beratung rund um das Coronavirus.


Folgende Maßnahmen2 können Ihnen helfen, das eigene Ansteckungsrisiko zu senken:

Allgemeine Hygienemaßnahmen

  • Regelmäßiges Händewaschen mit Seife und warmem Wasser für mindestens 30 Sekunden
     
  • Verwendung von Händedesinfektion, wenn nicht die Möglichkeit besteht, die Hände zu waschen
     
  • Benutzung von Papiertaschentüchern
     
  • nicht mit ungewaschenen Händen ins Gesicht fassen
     
  • Regelmäßige Reinigung aller häufig berührten Oberflächen im eigenen Umfeld mit Haushaltsreiniger (Türklinken, Tastaturen, Badarmaturen)


 

Schutzausrüstung

  • Da sich Einmalhandschuhe schwierig reinigen lassen und Erreger zusätzlich verteilen können, eignet sich für die Verringerung des Risikos unterwegs vor allem die Händedesinfektion (z.B. nach dem Einkauf oder Arztbesuch)
     
  • Das Tragen von (nach dem Medizinprodukte-Gesetz zertifizierten und nicht-zertifizierten) Masken schützt nicht vollständig vor einer Infektion, kann aber im Falle einer bereits vorhandenen Infektion zum Schutz anderer dienen
     
  • Zertifizierte Atemmasken nach EU-Verordnung sollten medizinischem Personal vorbehalten bleiben

     

Im Umgang mit anderen

  • Abstand von 2 Metern zu Menschen, die nicht im eigenen Haushalt leben
     
  • Auf Händeschütteln und engen Körperkontakt wie Umarmung zur Begrüßung verzichten
     
  • Verzicht auf Familienfeiern
     
  • Vermeiden größerer Menschenansammlungen
     
  • Beschwerdefreie Kontaktpersonen können Tätigkeiten ausüben, bei denen kein oder sehr wenig direkter Personenkontakt zustande kommt
     
  • Angehörige der Risikogruppen sollten nach Möglichkeit nicht selbst einkaufen gehen und den Kontakt mit Kindern vermeiden

 

Das könnte Sie auch interessieren