Dank Behandlung auch mit AMD gut sehen

„Ich konnte nachts nicht mehr Auto fahren, da alles schief erschien und geblendet hat.“ Erste Seheinschränkungen im Alltag veranlassten Frau Märten dazu, einen Augenarzt aufzusuchen. Ein Test ergab, dass sie auf dem einen Auge nur noch 20 Prozent Sehvermögen hatte. Der augenärztliche Befund lautete "beginnende feuchte Altersbedingte Makuladegeneration". Dank der rechtzeitigen Diagnose und einer effektiven Therapie kann Frau Märten mittlerweile sogar wieder Auto fahren.

Erfahren Sie in den nachfolgenden Interviews, wie die regelmäßige Behandlung die Sehkraft von Frau Märten verbessern konnte.

 

Audio-Interviews:

Frau Märten berichtet über die Zeit nach der Diagnose

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In diesem Podcast berichtet Frau Märten, wie bei ihr die Diagnose feuchte altersbedingte Makuladegeneration gestellt wurde. Dank regelmäßiger Kontrollen und einer konsequenten Behandlung hat sich ihre Sehkraft um mehr als 20 Prozent verbessert.

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Betroffene berichten im Interview

VisusVital interviewt Frau Märten über Symptome und die Diagnose feuchte altersbedingte Makuladegeneration.

 

In diesem Interview sprechen wir mit Frau Märten. Frau Märten wohnt im Herzen des Rheingaus, umgeben von Weinbergen. Dass mit ihren Augen etwas nicht stimmt, merkte sie im eigenen Badezimmer. Schnell handelte sie und holte sich bei ihrem Augenarzt Rat. Im Interview berichtet sie, wie die Diagnose gestellt wurde und wie sie seitdem zurechtkommt.

 

VisusVital:Frau Märten, wann wurde bei Ihnen die Diagnose feuchte altersbedingte Makuladegeneration gestellt und wie kam es dazu?

 

Frau Märten:Die Diagnose wurde vor sechs Jahren gestellt. Ich habe mir damals die Haare im Badezimmer gemacht. Vor dem Spiegel dachte ich, dass das auf der rechten Seite besser als auf der linken Seite ging. Daraufhin überlegte ich mir, dass der Spiegel womöglich etwas dreckig sei. Also putzte ich ihn. Doch besser konnte ich danach noch immer nicht sehen. Also bin ich dann sofort zu meinem Augenarzt gegangen. Ich sprach ihn bewusst auf die Makuladegeneration an, da ich die Erkrankung bereits aus dem Bekanntenkreis kannte. 

Er sagte mir jedoch, dass alles in Ordnung sei und schickte mich nach Hause. 

 

Daraufhin holte ich mir eine zweite Meinung ein. Der Augenarzt sagte sofort, dass es sich um eine beginnende Makuladegeneration handelt. Meine Sehkraft betrug damals 20% und wirkte sich auf den ganzen Alltag aus. Nachts konnte ich nicht mehr Autofahren, da ich keine Begrenzungspfähle erkennen konnte und alles schief war. Auch alle Autos haben mich geblendet. Man empfahl mir daraufhin, dass das Spritzen in das Auge eine mögliche Therapie sei. Also habe ich direkt einen Termin vereinbart und bin zu meinem Augenarzt gegangen. Bereits nach der dritten Spritze wurde die Sehkraft besser; so um die 30 bis 35%. Mittlerweile habe ich 39 spritzen injiziert bekommen und habe auf dem linken Auge wieder eine Sehkraft von zwischen 40 und 50%. Heute fühle ich mich nicht beeinträchtigt, kann lesen und kann sogar Autofahren. 

 

VisusVital:Wie wichtig ist es für Sie, dass Ihr Facharzt vor Ort ist?

 

Frau Märten:Das ist mir ganz wichtig. Ich muss ja auch irgendwie hinkommen. Mal fahren mich meine Kinder, mal kann mich auch mein Partner fahren. Doch das war mir schon immer wichtig, dass mein Arzt und meine betreuende Klinik auch für mich vor Ort verfügbar sind. 

 

VisusVital:Wie stellen Sie fest, dass sich Ihre Sehkraft wieder verschlechtert?

 

Frau Märten:Hierzu mache ich ein Auge zu und schaue mir eine gerade Linie an. Ist diese nicht mehr gerade, sondern gewölbt oder gebogen, so mache ich wieder einen Termin bei meinem Augenarzt aus und lasse mich untersuchen. 

 

VisusVital:Wie kommen Sie denn zu Ihrem Augenarzt? Und wie kommen Sie wieder nach einer Untersuchung nach Hause?

 

Frau Märten:Ich fahre mit dem Auto zu meinem Termin, nehme die Untersuchung wahr und fahre nach der Untersuchung wieder ganz alleine mit dem Auto nach Hause. Hier wird unter anderem auch eine OCT-Untersuchung gemacht.

 

VisusVital:Wir oft lassen Sie sich von Ihrem Augenarzt untersuchen?

 

Frau Märten:Einmal im Monat. 

 

VisusVital:Die Spritze bekommen Sie aber nicht so häufig, oder?

 

Frau Märten:Nein. Die Spritze bekomme ich auch nicht bei meinem Augenarzt, sondern in der Augenklinik.

VisusVital:Frau Märten, ein herzliches Dankeschön für das Gespräch. 

Das Interview können Sie sich auch als Hörspiel anhören und als Video ansehen.

Nutzung digitaler Medien trotz AMD

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Im Interview erzählt Frau Märten, wie sie trotz ihrer Netzhauterkrankung täglich elektronische Geräte wie Smartphone und Computer nutzt. Auch Hintergrundinformationen zu ihrer Erkrankung und zu Behandlungsmethoden holt sie sich unter anderem im Internet.

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Betroffene berichten im Interview

VisusVital interviewt Frau Märten über den Umgang mit digitalen Geräten bei der Diagnose feuchte altersbedingte Makuladegeneration

In diesem Interview sprechen wir mit Frau Märten darüber, wie sie sich über die Diagnose feuchte AMD informiert. Sie erzählt, wie wichtig Computer und Smartphone für sie sind und warum sie die Geräte täglich nutzt.

 

VisusVital:Frau Märten, Sie sind eine Person, die auch am PC und am Smartphone sehr aktiv ist. Wie wichtig ist es denn für Sie, dass Sie sich mit ihren Freunden und Bekannten auch über die digitalen Medien austauschen?

 

Frau Märten:Das ist für mich ganz wichtig. Ich bin jeden Tag am Computer. Und wenn mein Handy nicht stummgeschaltet ist, dann ist das auch sehr aktiv. Dadurch habe ich vielmehr Kontakt mit meinen früheren Klassenkameraden. Oder ich schicke eine Nachricht über WhatsApp an meine Freundin nach Kalifornien. Bereits fünf Minuten später habe ich dann eine Antwort. Und auch Briefe schreibe ich mit dem Computer, entwerfe Konzepte für den Chor und bearbeite Bilder. Sie sehen, also wirklich all das, was man sehr gut am Computer machen kann. 

 

VisusVital:Haben Sie denn einen ganz normalen PC? Oder ist ihr Computer für Personen mit Seheinschränkungen bestimmt?

 

Frau Märten:Nein, nein. Ich habe einen ganz normalen Laptop. Auch mein Bildschirm ist nicht besonders groß. Zur Not kann man ja die Schrift vergrößern. Aber das muss ich meistens gar nicht machen. Denn ich brauche am Computer auch keine Brille. 

 

VisusVital:Und benötigen Sie am Handy eine Brille?

 

Frau Märten:Nein, auch hier benötige ich zum Schreiben keine Brille. Manchmal kommen jedoch E-Mails an, in denen der Absender eine sehr kleine Schriftart verwendet. Dann nehme ich meine Brille. Oder ich vergrößere mir wieder die Schrift. Das ist ja einfach.

 

VisusVital:Halten Sie es für sinnvoll sich eine App herunterzuladen, die Sie im Alltag mit Seheinschränkungen unterstützt?

 

Frau Märten:Ja, wenn meine Augen nicht mehr so gut funktionieren, dann würde ich eine solche App herunterladen. Das kann ich mir gut vorstellen. Das habe ich bisher noch nie probiert. Aber jetzt, wo Sie mich darauf aufmerksam machen, wäre das wirklich eine Idee. Vielleicht mache ich das mal. 

 

VisusVital:Wie wichtig finden Sie, dass Informationen im Internet oder aber auch solche Apps Betroffenen zur Verfügung stehen?

 

Frau Märten:Als bei mir die Diagnose gestellt wurde und ich selber bemerkte, dass meine Sehleistung abnahm, informierte ich mich natürlich im Internet. Zu allererst habe ich nach Informationen gegoogelt. Ich habe immer geschaut, wo ich welche Infos finde und wer dieselbe Diagnose gestellt bekommen hat, wie ich. Mittlerweile habe ich mich aber an die Erkrankung gewöhnt und brauche keine weiteren Informationen mehr. Jetzt kann ich anderen Leuten etwas erzählen. 

VisusVital: Frau Märten, ein herzliches Dankeschön für das Gespräch. 

Das Interview können Sie sich auch als Hörspiel anhören und als Video ansehen.

Video-Interviews: