Therapie der AMD mit Stammzellen

Fortschritt in der Behandlung der altersabhängigen Makuladegeneration

Embryonale Stammzellen
Steve Gschmeissner/Science Photo Library

Netzhautzellen sterben ab, das Sehvermögen schwindet – die altersabhängigen Makuladegeneration ist eine chronische Erkrankung, für die es derzeit keine Heilung gibt.

Doch das könnte sich in Zukunft ändern. Wie schwedische Forscher jetzt herausgefunden haben, ist es möglich, gezielt Sehzellen aus embryonalen Stammzellen zu züchten. In das Auge eingepflanzt könnten sie die abgestorbenen Zellen ersetzen und Patienten die Möglichkeit geben, wieder zu sehen.

Die Untersuchungen der Forscher lieferten gleich zwei wichtige Ergebnisse: Zum einen gelang es ihnen, die so genannten retinalen Pigmentepithelzellen mit Hilfe bestimmter

Marker zu erkennen und nur diese in einer Kultur ohne Verunreinigung durch anderen Zellen zu züchten. Zum anderen konnten sie verhindern, dass das Immunsystem des Körpers die eingesetzten Sehzellen angreift und zerstört. Das gelang ihnen mit Hilfe einer so genannten Gen-Schere, die es erlaubt, bestimmte Kennzeichen (Moleküle) der Stammzellen zu entfernen. So sind sie unsichtbar für das Immunsystem und können nicht abgestoßen werden. 

Derzeit ist noch nicht absehbar, wann AMD-Patienten in der Praxis von den Forschungsergebnissen profitieren können. Wir halten Sie auf dem Laufenden, sobald es weitere Erkenntnisse zur Stammzelltherapie gibt. 
 

Quellen: https://www.nature.com/articles/s41467-020-15326-5
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S221367112030062X 


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