Neue Diagnose- und Therapie-Ansätze der AMD

Neue AMD-Studie

Die altersabhängige Makuladegeneration (AMD) ist in Deutschland die häufigste Ursache für Sehbehinderungen und den Verlust des Sehvermögens. Neben der Spritzentherapie zur Behandlung der feuchten Form der AMD gibt es derzeit keine medizinisch erwiesene Behandlung gegen die Ursachen der chronischen Erkrankung.

Die aktuelle Studie eines internationalen Forscherteams* hat nun herausgefunden, dass ein körpereigenes Protein an der Entstehung der altersbedingten Makuladegeneration beteiligt ist. Die genetisch vererbbare erhöhte Konzentration des so genannten FHR-4-Proteins führt zu einer höheren Anfälligkeit, an der trockenen und feuchten Form der AMD zu erkranken. Das Protein beeinflusst die Immunreaktionen im Auge und speziell in der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens, die von der AMD betroffen ist.

Die Ergebnisse der Studie gelten als Meilenstein in der Diagnose und Behandlung der AMD. Zum einen können sie nach weiterer Erforschung einen Weg weisen, die Krankheit frühzeitig durch Bluttests zu erkennen. Zum anderen sehen die Wissenschaftler in Zukunft eine Möglichkeit, durch Senkung des zu hohen FHR-4-Spiegels die Immunreaktionen zu bremsen, die für das Fortschreiten der Krankheit verantwortlich sind.

 

* Quelle: https://www.nature.com/articles/s41467-020-14499-3

 

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