Rechtshilfen bei Makulaerkrankungen

Je geringer die Sehkraft wird, desto häufiger sind Menschen mit Netzhauterkrankungen auf Hilfsmittel und finanzielle Unterstützung angewiesen. Doch wer zahlt die zusätzlichen Aufwendungen, die im Alltag entstehen? Hier informieren wir Sie und beantworten die wichtigsten Fragen.

 

Krankenkasse
Behindertenausweis
Blindenhilfe
Rechtsberatung
Krankenkasse
Bild von einem Ehepaar

Meist übernimmt die Krankenkasse die Kosten für nötige Hilfsmittel wie Lupen, spezielle Gläser oder Blindenlangstöcke. Bei gesetzlich Versicherten entscheidet der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK), ob die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden können. Allerdings müssen Sie, auch wenn die Versicherung ein Hilfsmittel genehmigt und zahlt, einen Teil der Kosten selbst leisten. Die Zuzahlung beträgt in der Regel zwischen fünf und zehn Euro.

Behindertenausweis
Bild von Antrag auf Behindertenausweis

Ein Behindertenausweis kann im Alltag sehr hilfreich sein. Scheuen Sie sich deshalb nicht, den individuellen Grad Ihrer Sehbehinderung feststellen zu lassen und einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Den Grad der Behinderung definieren Zahlen in Zehnerschritten zwischen 20 und 100. Ab einem Grad von 50 spricht man von einer Schwerbehinderung. Zusätzlich zu diesem Grad wird ein Merkzeichen in Form eines Buchstabenkürzels in den Ausweis eingetragen. So steht die Abkürzung "Bl" für Blindheit und die Abkürzung "TBl" für Taubblindheit. Ist eine Schwerbehinderung festgestellt, können Sie unter anderem von einem erhöhten Kündigungsschutz, steuerlichen Vorteilen und vergünstigten bzw. kostenlosen Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln profitieren. 

 

Blindenhilfe

Bei einer starken Einschränkung des Sehvermögens oder bei Blindheit haben Sie möglicherweise Anspruch auf finanzielle Leistungen wie Sehbehindertengeld oder Blindengeld. Diese Leistungen sollen Mehrausgaben ausgleichen, die Ihnen durch Ihre Behinderung entstehen. Auch dienen sie zur Förderung von Schulungen, um die Selbstständigkeit zu erhalten. Detaillierte Informationen dazu finden Sie in der Broschüre "Rechte - Leistungen und Ansprüche im Überblick", die Sie hier kostenlos herunterladen können.

Rechtsberatung

Eine Rechtsberatung hilft Ihnen dabei, Ihre Rechte als sehbehinderter Mensch in vollem Umfang wahrnehmen zu können. Entsprechende Unterstützung bieten Selbsthilfeorganisationen, Vereine oder Verbände. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl der wichtigsten Anlaufstellen bei Rechtsfragen:

Verbände:

Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.
Rungestraße 19
10179 Berlin
Tel.: 030/28 53 87 0
E-Mail: info@dbsv.org 
Web: www.dbsv.org


PRO RETINA Deutschland e.V.
Vaalser Straße 10
52074 Aachen
Tel.: 0241/87 00 18
E-Mail: pro-retina@t-online.de
Web: www.pro-retina.de

Tipp: Auf diesen Internetseiten finden Sie zudem Adressen von Vereinen
in Ihrer Nähe.


Vereine:

Low Vision Kreis e.V.
Stadtplatz 6
85368 Moosburg
Tel.: 08761/72 59 88 9
E-Mail: info@low-vision-kreis.de
Web: www.low-vision-kreis.de


AMD-Netz NRW e.V.
Hohenzollernring 56
48145 Münster
Tel.: 01805/77 47 78
E-Mail: info@amd-netz.de
Web: www.amd-netz.de

Tipp: Auf diesen Internetseiten finden Sie zudem Adressen von
spezialisierten Optikern in Ihrer Nähe.


Hilfsmittelberatung:

atz-Hörmedien für Sehbehinderte und Blinde e.V.
Postfach 1421
37594 Holzminden
Tel.: 05531/71 53
E-Mail: atz@blindenzeitung.de
Web: www.blindenzeitung.de


Deutscher Hilfsmittelvertrieb gem. GmbH
Bleekstraße 26
30559 Hannover
Tel.: 0511/95 46 50
E-Mail: info@deutscherhilfsmittelvertrieb.de
Web: www.deutscherhilfsmittelvertrieb.de

Tipp: Sie können sich auch telefonisch beraten lassen.


Broschüre Rechte und Leistungen bei Seheinschränkungen

Alle wichtigen Informationen rund um Leistungen und Ansprüche bei Seheinschränkungen finden Sie in unserer Broschüre.