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Alltagstipps

Audiodeskription und akustische Bildbeschreibung

Bei Makulaerkrankungen "mit den Ohren sehen"

Per Audiodeskription haben Menschen mit Seheinschränkungen (zum Beispiel aufgrund einer altersbedingten Makuladegeneration) die Möglichkeit, visuelle Medien wie Filme oder Serien zu erleben. Bei der so genannten akustischen Bildbeschreibung kommentiert eine Stimme alle sichtbaren Vorgänge auf kurze und bündige Weise. So ergänzt sie die Dialoge, Erzählungen und Geräusche der Original-Tonspur. Das Ergebnis sind Hörfassungen von Fernsehformaten, Serien und Filmen. Letztere werden auch als Hörfilme bezeichnet.

 

Als wichtiger Faktor für die Barrierefreiheit kommt die Audiodeskription auch im Theater, bei Sportevents sowie Stadt- und Museumsführungen zum Einsatz. 

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Filme und Serien hören

Bei der akustischen Beschreibung von Filmen kommt es insbesondere darauf an, nur die Informationen wiederzugeben, die für Atmosphäre und Handlung wichtig sind. So erfordert es einige Erfahrung der Autoren, um die Inhalte sinnvoll auszuwählen. Dabei konzentrieren sie sich auf Ausdruck und Handeln der Protagonisten, die Beschreibung der Schauplätze sowie Texte und Untertitel aus dem Original. Häufig arbeitet ein blinder Autor an der Erstellung der Audiodeskription mit.

Die fertigen Hörfilme werden sowohl im Fernsehen als auch in Kinos ausgestrahlt. In letzteren kommen Funkkopfhörer zum Einsatz. Alternativ sind die Beschreibungen über Apps auf dem Smartphone zugänglich (z.B. Greta).

Die Vereinigung Hörfilm e.V. bietet auf ihrer Website eine Datenbank an, die alle in Deutschland erschienenen Hörfilme auflistet.


Audiodeskription bei Live-Sendungen und Veranstaltungen

Wenn Inhalte nicht vorher aufgezeichnet, live gezeigt oder übertragen werden, kommt die Live-Audiodeskription zum Einsatz. Zum Beispiel bei Sportveranstaltungen wie der Fußball-Bundesliga beschreiben die Sprecher die Handlungen der Athleten. Aber auch Ereignisse im Zuschauerraum werden kommentiert.

Bei Theateraufführungen muss die Beschreibung - wie im Kino -  nur die Zuschauer vor Ort erreichen. Deshalb wird dafür häufig ein Sender mit Ultrakurzwellen genutzt. Die Tonspur ist über Empfangsgeräte mit Kopfhörern zu hören. Manche Theater bieten auf Wunsch auch vorab eine Beschreibung der Kulissen und Kostüme an.
 

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