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Spritzenbehandlung bei feuchter Makuladegeneration
Antworten auf Ihre Fragen zur "Spritze ins Auge" bei fAMD
- Netzhauterkrankungen wie die feuchte altersbedingte Makuladegeneration (fAMD) können Betroffene stark in ihrer Sehkraft einschränken
- Unbehandelt kann fAMD zur Erblindung führen
- Moderne Behandlungsmethoden wie die IVOM-Therapie unterstützen dabei, das Sehvermögen zu erhalten
- Häufig wird in diesem Zusammenhang über die Spritzentherapie oder „Spritze ins Auge“ gesprochen
- Weiterbehandlung in regelmäßigen Abständen ist notwendig
- Frühzeitiger Therapiebeginn erhöht Chancen, das Sehvermögen zu stabilisieren oder zu verbessern
Wie läuft die Spritzentherapie bei fAMD ab?
Erfahren Sie von Dr. med. Joshua Torrent Despouy, Facharzt für Augenheilkunde, wie die IVOM-Therapie und die Behandlung mit der Spritze genau ablaufen. Jetzt anschauen!
Behandlungserfolg bei fAMD
Erhalten Sie einen Einblick, wie andere Patienten mit der Erkrankung umgehen und was Sie zur Spritzenbehandlung bei „feuchter“ AMD wissen sollten.
VisusVital Magazin
Das Patientenmagazin bietet hilfreiche Informationen rund um das Leben mit AMD, DMÖ und RVV – von Alltagstipps, Portraits bis zu medizinischen Ratschlägen.
Wie Jutta Kammann mit ihrer Diagnose fAMD umgeht
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Im Überblick: Schnelle Antworten rund um die Behandlung der feuchten AMD
Bei der feuchten AMD (fAMD) oder einem Diabetischen Makulaödem (DMÖ) bilden sich krankhafte Blutgefäße in der Makula – der Stelle des schärfsten Sehens. Aus diesen kann Flüssigkeit oder Blut austreten, was zu einer Schwellung oder Vernarbungen der Makula führt und dadurch die Sehkraft beeinträchtigt. Um dies zu verhindern, wurden Wirkstoffe entwickelt, die das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen. Das Medikament wird mit einer feinen Nadel in den Glaskörper des Auges verabreicht.
- Grundsätzlich sollte man die Lider morgens reinigen und ungeschminkt zur Spritzenbehandlung erscheinen, sonst kann die Desinfektion nicht gründlich erfolgen.
- Wenn Sie unter trockenen Augen leiden, können Sie vor und nach der Spritze ins Auge Augentropfen mit Tränenersatzflüssigkeit anwenden.
- Bei bestehenden oder vermuteten Entzündungen im Auge oder um das Auge herum darf keine Injektion stattfinden.
- Direkt nach der Injektion kann durch die Betäubung und Desinfektion ein Kratz- oder Fremdkörpergefühl aufkommen, das meist am Folgetag verschwindet.
- Wenn Sie im Anschluss an die Injektion kleine Bläschen sehen, können Luftblasen in der Kanüle der Auslöser sein. Diese sind harmlos und lösen sich in der Regel nach wenigen Tagen auf.
Bei dem Gedanken, eine Spritze direkt ins Auge zu bekommen, fühlen sich viele Menschen zu Beginn verständlicherweise etwas unwohl. Den wichtigen Behandlungsterminen können Sie dennoch ganz gelassen entgegensehen: "Die Spritze ins Auge kann nach örtlicher Betäubung durch Augentropfen in der Regel ohne Schmerzen gegeben werden.“, erklärte Augenarzt PD Dr. Klaus Dieter Lemmen im Interview mit dem VisusVital Magazin.
Die Gabe der Spritze dauert nur wenige Minuten. Wie viel Zeit Sie insgesamt einplanen sollten, erfahren Sie von Ihrem Augenarzt.
Nach einer intravitrealen operativen Medikamentenapplikation (IVOM) kann das Sehvermögen in den nächsten Stunden getrübt sein. Vermeiden Sie es daher, am gleichen Tag nach der Behandlung Auto zu fahren und steigen Sie gegebenenfalls auf öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi um. Was Sie sonst beim Autofahren bei einer Makulaerkrankung beachten sollten, können Sie hier nachlesen.
Wenn man nach der Injektion kleine schwarze Punkte sieht, können Luftblasen in der Spritzenkanüle der Auslöser sein. Sie sind harmlos und lösen sich in der Regel nach wenigen Tagen auf. Mit modernen Fertigspritzen treten diese Irritationen deutlich reduzierter auf. Besprechen Sie dies gern mit Ihrem Arzt.
Krankschreibungen sind eher die Ausnahme, für den Tag der Behandlung erhalten Sie allerdings eine Bescheinigung über Ihre Arbeitsunfähigkeit.
Kurz nach der Injektion kontrolliert der Arzt das Auge. Eine weitere Kontrolluntersuchung findet dann am ersten postoperativen Tag oder wenige Tage nach dem Eingriff statt. So kann der Arzt sicherstellen, dass sich keine Infektion gebildet hat. Die Intervalle der weiteren Kontrollen werden je nach Untersuchungsergebnis und Medikament angepasst.
Patienten sind enttäuscht, wenn sie immer und immer wieder zu den Injektionen kommen müssen. Da es sich bei feuchter AMD und DMÖ um chronische Erkrankungen handelt, ist eine Behandlung in regelmäßigen Abständen notwendig. Fokussieren Sie sich auf die erwünschte Wirkung der Therapie. Sie kann Ihnen helfen, Ihre Sehkraft zu bewahren und im Alltag selbstständig zu bleiben. Sich mit den Augen orientieren zu können, bedeutet ein großes Stück Lebensqualität.
Die feuchte AMD ist eine chronische Erkrankung, deren Behandlung regelmäßig wiederholt werden sollte. Zu Beginn kommen die Patienten 1x im Monat zur Behandlung, im weiteren Verlauf können die Abstände zwischen den Behandlungen häufig verlängert werden. Über die Verlängerung der Behandlungsabstände entscheidet Ihr Arzt anhand Ihrer Untersuchungsergebnisse. Ziel der Therapie ist es: Sehen zu erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen.
Zu Beginn bekommen die Patienten drei aufeinander folgende Behandlungen in vier-wöchentlichem Abstand. Je nach Untersuchungsergebnis kann das Intervall im Verlauf weiter verlängert werden. Grundlage dafür sind die regelmäßigen Sehtests, OCT-Kontrollen (Optische Kohärenztomografie) der Netzhaut und Augenhintergrund-Untersuchungen. Wenn sie zeigen, dass die Erkrankung sich stabilisiert hat, kann der behandelnde Arzt die Behandlungsabstände ausdehnen.
Die Therapie beginnt meist mit drei monatlichen Injektionen. Wie häufig die Behandlung erfolgen sollte, richtet sich nach dem Zustand des betroffenen Auges. Je nach aktuellem Befund in Hinblick auf Visus und Netzhautdicke kann der Arzt die Abstände zwischen den Terminen verlängern. Mit modernen weiterentwickelten Präparaten sind bereits Injektionsintervalle von bis zu fünf Monaten möglich, sodass die Zahl der Spritzentermine niedrig gehalten werden kann.
Darüber hinaus finden Sie hier weitere häufig gestellte Fragen zum Thema Netzhauterkrankungen.
Wie entsteht die feuchte AMD?
- fAMD entsteht durch Ablagerungen von Abbauprodukten
- Erschwert Nährstoff- und Sauerstoffversorgung der Netzhautzellen
- Als Ausgleich bildet der Körper neue Blutgefäße durch den Botenstoff VEGF („Vaskulärer Endothelialer Wachstumsfaktor“)
- VEGF führt zu unkontrolliertem Gefäßwachstum im Auge
- Neue Gefäße sind oft instabil und undicht, sodass Flüssigkeit und Blut austreten
- Schwellungen in der Netzhaut führen zu: Narbenbildung, Sehverschlechterung bis hin zu Verlust des zentralen Sehvermögens
- VEGF-Hemmer verhindern diesen Prozess
Wer kommt für die Kosten der IVOM-Therapie bei feuchter AMD auf?
- Die IVOM-Therapie wird von der Krankenkasse bezahlt
- Seit 1. Januar 2020: Kostenübernahme der Optische Kohärenztomographie (OCT) durch gesetzliche Krankenkassen
- Bis zu sechs OCT-Untersuchungen pro Auge und Jahr
- Unabhängig vom Zeitpunkt der letzten Injektion