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Fragen zu Netzhauterkrankungen

Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Netzhauterkrankungen

Mit dem VisusVital Service möchte Bayer Sie vor, während und nach Ihrer Therapie der altersbedingten Makuladegeneration, des diabetischen Makulaödems und des retinalen Venenverschlusses unterstützen und informieren.

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An dieser Stelle beantwortet das Serviceteam Fragen, die uns von vielen Betroffenen per E-Mail gestellt wurden. Auch für Ihre Fragen zum Thema Netzhauterkrankungen sind wir unter service@visusvital.de gerne für Sie da.

 

Vielleicht finden Sie Ihre Frage – und die gesuchte Antwort aber auch bereits auf dieser Seite.

    Kann es auch einfach altersbedingt sein, wenn man Linien plötzlich verzerrt sieht?

    Wenn man eigentlich gerade Linien plötzlich verzerrt sieht, ist das oft ein Zeichen für Veränderungen an der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens im Auge. Unabhängig vom Alter sollten Betroffene in jedem Fall einen Augenarzt aufsuchen, wenn sie plötzlich verzerrt oder unscharf sehen.

     

    Warum müssen Menschen mit Diabetes zum Augenarzt, auch wenn sie keine Veränderungen merken?

    Menschen mit Diabetes sollten sich regelmäßig (ein- bis zweimal jährlich) augenärztlich untersuchen lassen, denn eine Zuckererkrankung kann zu Veränderungen an der Netzhaut führen, einer sogenannten diabetischen Retinopathie. Diese Veränderungen merkt man nicht immer sofort. Es kann aber im Verlauf einer Erkrankung zu Blutungen und Flüssigkeitsansammlungen in der Netzhaut kommen, die das Sehen verschlechtern. Um das zu vermeiden ist es wichtig, frühzeitig einzugreifen und zu behandeln.

     

    Kann es sein, dass man es nicht bemerkt, wenn sich eine Netzhauterkrankung entwickelt?

    Es gibt verschiedene Ausprägungen von Netzhauterkrankungen. Bei geringen Veränderungen kann das gesunde Auge die Schwäche des kranken Auges kompensieren. Dann kann es sein, dass die Erkrankung erst als Zufallsbefund bei einer Routinekontrolle auffällt. Auch deshalb ist es wichtig, regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen zu gehen. Zuhause kann man sein Sehvermögen selbst mit dem sogenannten  Amsler-Gitter-Test  prüfen. Hier erfahren Sie mehr zum Amsler-Gitter Test.

     

    Muss man bei der Spritzenbehandlung einer Makuladegeneration eine Karenzzeit einhalten, bevor man sich gegen Corona impfen lässt? 

    Nein, das ist nicht erforderlich, dazu ist nichts bekannt. Derzeit gibt es keine Empfehlung, auch nicht der Stiko. Dahingegen sollte ein Abstand zwischen zwei Impfungen eingehalten werden, wenn Sie z.B. vor 2 Wochen eine Impfung gegen Tetanus erhalten hätten, müssten Sie einen Abstand zur Corona-Impfung halten. Bei den intravitrealen Spritzen, gibt es aber keine Karenzzeit zu beachten. 
     

    Meine Sehfähigkeit wird immer schlechter. Kann es sich hier um eine trockene oder feuchte Makuladegeneration handeln? Welche der beiden Formen ist behandelbar? 

    Ob es sich um eine trockene oder feuchte Makuladegeneration handelt, kann der Augenarzt feststellen. Im Rahmen einer Untersuchung wird überprüft, ob Flüssigkeit in der Netzhaut vorhanden ist. Solange die Makuladegeneration trocken ist, gibt es kaum Behandlungsmöglichkeiten. Indem man nicht raucht, sich gesund ernährt und viel bewegt (wenn möglich), hat man jedoch auch selbst einen Einfluss auf die Augengesundheit. Zusätzlich sollte man seine Augen regelmäßig auch selber kontrollieren z.B. mit dem Amsler Gitter und natürlich vom Augenarzt kontrollieren lassen, direkt nach der Diagnose alle drei Monate und im weiteren Verlauf halbjährlich. 
     

    Wie kann man verhindern, dass aus einer trockenen Makuladegeneration eine feuchte wird?

    Gegen die trockene Form der Makuladegeneration gibt es bisher leider keine Therapie. Daher sollten Betroffene sich regelmäßig vom Augenarzt untersuchen lassen. Gut für die Augengesundheit ist es, auf eine ausgewogene Ernährung mit viel grünem Gemüse und Fisch zu achten sowie auf das Rauchen zu verzichten.

     

    Muss eine feuchte Makuladegeneration mit Spritzen behandelt werden oder gibt es auch andere Möglichkeiten?

    Spritzen mit dem sogenannten VEGF-Hemmer sind die Therapie der ersten Wahl, um das Sehen bestmöglich zu erhalten. Die Medikamente verzögern das Fortschreiten der Erkrankung oder stabilisieren das Sehvermögen. Bei einigen Patienten führt die Behandlung sogar zu einer Sehverbesserung. Da die Medikamente nur eine bestimmte Zeit wirken und es sich bei der altersabhängigen Makuladegenration (AMD) um eine chronische Erkrankung handelt, sind regelmäßige Wiederholungen notwendig. Heilen kann man die Erkrankung nicht.

     

    Nach wie vielen Spritzen ist die Behandlung der feuchten Makuladegeneration beendet?

    Die feuchte altersabhängige Makuladegeneration (kurz fAMD) ist eine chronische Erkrankung. Da die Medikamente nicht heilen können und nur eine begrenzte Zeit wirken, sind regelmäßige Spritzen notwendig. Meistens ein Leben lang. Oft können die Abstände zwischen den Spritzen aber verlängert werden. Dies entscheidet der Arzt individuell für jeden Patienten.

     

    In welchen Fällen ist es dennoch sinnvoll, die Behandlung zu beenden?

    In manchen Fällen können durch die Erkrankung Vernarbungen entstehen. In diesen Fällen können Spritzen das Sehvermögen möglicherweise nicht verbessern. In jedem Fall ist es wichtig, den Augenhintergrund weiterhin per OCT zu kontrollieren. Wenn erneut Feuchtigkeit im Auge festgestellt wird und das Sehvermögen bei über fünf Prozent liegt, ist eine Weiterbehandlung sinnvoll.

     

    Kann eine Makuladegeneration zur Erblindung führen?

    Betroffene sollten in jedem Fall regelmäßig zum Augenarzt gehen und sich konsequent behandeln lassen. Unbehandelt kann die Erkrankung tatsächlich zur Erblindung führen – wobei man nicht vollständig schwarz sehen wird. Die Umgebung kann meistens noch wahrgenommen werden. Nur das Zentrum des Sehens, also all das, was Sie direkt ansehen, wird dunkel.  

     

    Muss man mit einer Makuladegeneration auch dann weiter zum Augenarzt gehen, wenn die Sehkraft nach einer Therapie wieder gut ist?

    Es ist natürlich ein positives Zeichen, wenn sich die Sehkraft durch eine Behandlung verbessert. Allerdings sollte man sich nie auf den rein subjektiven Befund verlassen. Bei einer Makuladegeneration sind regelmäßige Kontroll- und Behandlungstermine beim Arzt immer zu empfehlen. Zudem ist die Makuladegeneration eine chronische Erkrankung, die nicht heilbar ist und dauerhaft behandelt werden muss.

     

    Die Makula ist nach der Spritzentherapie nun trocken. Muss ich weiter behandelt werden?

    Es kann sein, dass die Behandlung pausiert wird bzw. die Abstände zwischen den Spritzen verlängert werden. Wichtig sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen. Ihr Arzt entscheidet, was für Sie am besten ist.

     

    Was ist eine OCT-Aufnahme und wie sinnvoll ist sie?

    Die OCT-Aufnahme (OCT = Optische Kohärenztomographie) ist eine Schichtaufnahme der Netzhaut. Diese Aufnahme ist wichtig, um den Behandlungserfolg, beispielsweise bei einer Makuladegeneration, zu überprüfen und den Verlauf zu kontrollieren.

    Was ist ein diabetisches Makulaödem?

    Das diabetische Makulaödem (DMÖ) ist eine Ansammlung von Gefäßflüssigkeit in der Makula. Es kann als Folgeerkrankung eines Diabetes mellitus auftreten, wenn erhöhte oder stark schwankende Blutzuckerwerte die kleinen Blutgefäße der Netzhaut schädigen.

     

    Wie kann man einem diabetischen Makulaödem vorbeugen?

    Sie schützen sich als Mensch mit Diabetes am besten, wenn Sie sowohl auf Ihren Blutzucker, als auch auf Ihren Blutdruck achten und beides in einem normalen Bereich halten. Wenn beides gut eingestellt ist, können Sie die Auswirkungen des Diabetes auf Ihre Augen deutlich abschwächen.
    Rauchen verschlechtert die Durchblutung. Verzichten Sie deshalb auf Zigaretten und setzen Sie sich möglichst wenig passivem Rauch aus. Schützen Sie Ihre Augen bei hellen Lichtverhältnissen mit einer Sonnenbrille mit UV-Filter und Seitenklappen. Mit einer ausgewogenen Ernährung, die Sie mit ausreichend Vitaminen versorgt, können Sie ebenfalls für Ihre Augengesundheit sorgen.

     

    Wie kann man das diabetische Makulaödem behandeln?

    Erkrankungen, bei denen der Wachstumsfaktor VEGF ein unkontrolliertes Gefäßwachstum auslöst oder Ödeme die Ursache für verminderte Sehkraft sind, werden heutzutage mit modernen Medikamenten behandelt. Ziel ist die Hemmung des VEGF. Die Therapie drängt das Gefäßwachstum zurück und entfernt die überschüssige Flüssigkeit effektiv aus dem Auge. Bei wiederholter Anwendung kann sich die Sehschärfe stabilisieren und sogar wieder verbessern.

     

    Was ist wichtig für den Erfolg der Behandlung eines diabetischen Makulaödems?

    Eine gute Diabetes Einstellung ist am Anfang besonders wichtig. Wenn das DMÖ darüber hinaus frühzeitig erkannt wird, sind die Prognosen für den Therapieerfolg gut. Ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor ist die Kontinuität in der Behandlung. Die Augenarzttermine sollten auch in Zeiten von Corona eingehalten und nur in Notfällen verschoben werden. 

     

    Stimmt es, dass durch eine Operation des Grauen Stars (Katarakt) bei Diabetes-Patienten das Risiko für ein Makulaödem steigt?

    In manchen Fällen rat der Augenarzt/die Augenärztin aufgrund eines erhöhten Risikos eines Makulaödems dazu, mit der Karakt-OP noch zu warten. Wenn sich jedoch der Zustand einstellt, dass man immer schlechter d in das Auge hineinsehen kann und das Sehvermögen sich in einen Bereich unter 40 Prozent verringert, wird eine Operation notwendig. 

     

     

    Was ist ein retinaler Venenverschluss?

    Die eigentliche Ursache eines retinalen Venenverschlusses (RVV) ist meist eine Kombination aus verschiedenen Faktoren wie z. B. Veränderungen der Gefäßwand. Oft entsteht dabei eine Thrombose im Auge, also ein Blutgerinnsel. Als Folge kann ein Zentralvenenverschluss (ZVV) oder Venenastverschluss (VAV) auftreten. Mit zunehmendem Alter verlieren Blutgefäße an Elastizität und können leichter verstopfen – auch die Gefäße im Auge. Wird dort eine Vene durch ein Blutgerinnsel verschlossen, kann das Blut nicht mehr richtig abfließen. Durch den Rückstau können Blutungen und Flüssigkeitseinlagerungen in der Netzhaut verursacht werden. Sammelt sich diese Flüssigkeit in der Makula, entsteht ein Makulaödem, eine häufige Folge des RVV.


    Welche Symptome bringt ein retinaler Venenverschluss mit sich?
    Die Anzeichen eines retinalen Venenverschlusses können sich innerhalb weniger Stunden oder Tage entwickeln. Betroffene berichten häufig über eine plötzlich verminderte Sehschärfe, einen dunklen Schatten im Blickfeld oder verzerrtes Sehen. Stärkere Beschwerden entstehen meist nicht direkt durch den Venenverschluss selbst, sondern durch ein Makulaödem, das sich infolge der Durchblutungsstörung bilden kann.
     

    Welche Ursachen hat ein RVV?
    Mit zunehmendem Alter verändern sich die Blutgefäße. Sie verlieren an Elastizität und neigen eher dazu, sich zu verengen oder zu verschließen – das gilt auch für die feinen Gefäße im Auge. Deshalb tritt ein retinaler Venenverschluss vor allem bei älteren Menschen auf, insbesondere zwischen dem 65. und 75. Lebensjahr, und deutlich seltener bei jüngeren Personen.


    Wie kann man RVV behandeln?
    Heutzutage gibt es wirksame Behandlungsmöglichkeiten, um das Fortschreiten eines retinalen Venenverschlusses zu verlangsamen. Therapien mit sogenannten VEGF-Hemmern können helfen, das Sehvermögen zu stabilisieren und in manchen Fällen sogar zu verbessern. Wichtig sind dabei ein möglichst früher Beginn der Therapie sowie die konsequente Wahrnehmung aller Behandlungstermine. Ziel der Spritzentherapie ist es, die Sehkraft langfristig zu erhalten und die Selbstständigkeit im Alltag zu unterstützen.

     

     


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