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27.01.2026

Trockene und feuchte AMD

Den Unterschied kennen und verstehen

 

ältere Dame beim Augenarzt

In Deutschland sind rund 6 bis 7 Millionen Menschen von einer altersbedingten Makuladegenration (AMD) betroffen. Dabei gibt es einen Unterschied zwischen der trockenen und der feuchten AMD. Die trockene AMD betrifft den Großteil der Patienten, während die feuchte AMD (auch fAMD oder nAMD) sich aus der trockenen AMD entwickeln kann und nur einen Teil der Patienten betrifft. Eine genaue Unterscheidung finden Sie im Folgenden.

 

Was ist die trockene AMD?

Bei der trockenen AMD führt ein gestörter Stoffwechsel dazu, dass Stoffwechselendprodukte („Zellmüll“) nicht vollständig abtransportiert werden, sondern sich als weißlich-gelbliche Partikel – sogenannte Drusen – in der Pigmentschicht der Netzhaut einlagern.

 

Diese können über einen längeren Zeitraum andere Zellen, etwa die Sehzellen, schädigen und zu deren Absterben führen. Die Seheinschränkungen beginnen bei einer trockenen AMD meist auf einem Auge und sind über einen langen Zeitraum gering. Patienten bemerken zunächst zum Beispiel Unschärfe, Verzerrungen oder verblassende Farben. Weil das andere Auge die Beeinträchtigungen zunächst ausgleicht, wird eine trockene AMD nicht immer sofort erkannt. In etwa 15 Prozent der Fälle entsteht aus einer trockenen eine feuchte AMD.

Feuchte AMD - Verständlich erklärt und wie die Diagnose durch den Arzt gestellt wird

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Wodurch zeigt sich eine feuchte AMD?

Die feuchte AMD ist demnach eine fortgeschrittene Form der trockenen AMD. Infolge der abgelagerten Abbauprodukte bildet das Auge neue Blutgefäße in der Netzhaut. Diese Gefäße sind häufig instabil und durchlässig, sodass Blut in die Netzhaut sickert und die Zellen schädigt. Ursache für die krankhaften Gefäßwucherungen in der Netzhaut ist der Wachstumsfaktor VEGF, ein Botenstoff, der im Körper das nötige Wachstum neuer Blutgefäße fördert, sich in der Makula aber nachteilig auswirkt. Eine feuchte AMD schreitet meist schnell voran und kann unbehandelt zur Erblindung führen. Im fortgeschrittenen Stadium nehmen Betroffene einen dunklen oder grauen Fleck wahr, der immer im Sichtfeld ist und das Erkennen von Gesichtern o. Ä. erschwert.

Wie wird AMD behandelt?

Für die trockene Form gibt es zurzeit keine zugelassene Therapie. Regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt sind aber sinnvoll zur Überwachung der Erkrankung. Die feuchte AMD kann gut mit sogenannten VEGF-Hemmern behandelt werden. Die Behandlung muss regelmäßig erfolgen, um das Sehvermögen zu erhalten. Der Wirkstoff wird mit einer Spritze direkt ins Auge injiziert, was aber durch die Gabe eines lokalen Betäubungsmittels über Augentropfen meist nur als leichter Druck wahrgenommen wird.

 

 

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