Adhärenz
Gemeinsam zum Therapieerfolg
Warum Sie für Ihre Patienten unentbehrlich sind
Als Medizinische Fachangestellte (MFA) sind Sie oft die erste Anlaufstelle für Ihre Patienten, sei es in der Klinik oder in der Praxis. Dabei sind die Patienten genau so unterschiedlich wie ihre Diagnosen. Gerade Patienten mit chronischen Erkrankungen wie altersbedingter Makuladegeneration (AMD), dem diabetischen Makulaödem (DMÖ) oder einem retinalen Venenverschluss (RVV) benötigen eine besondere Behandlung und sind öfter in der Praxis als andere Patienten. Hier kommen Sie ins Spiel, denn Sie sind der Anker für diese Patienten, eine erste Anlaufstelle für Fragen und eine wichtige Stütze im Therapiealltag.
Was bedeutet "Adhärenz"?
Adhärenz bezeichnet die Therapietreue eines Patienten. Therapietreue meint dabei, eine gemeinsam mit dem Behandlungsteam abgestimmte Therapie möglichst zuverlässig umzusetzen. Dazu gehört zum Beispiel, Medikamente wie vereinbart anzuwenden, Behandlungstermine wahrzunehmen oder empfohlene Veränderungen im Alltag umzusetzen. Eine gute Adhärenz kann dazu beitragen, den bestmöglichen Behandlungserfolg zu erreichen.
Was Sie über die IVOM-Therapie und Adhärenz wissen sollten:
- Die IVOM-Therapie kann den Prozess und das Fortschreiten einer Netzhauterkrankung verlangsamen bzw. aufhalten.
- Ein früher Start und eine konsequente Fortführung der Behandlung können erheblichen Einfluss auf den Erhalt des Visus sowie die Lebensqualität haben.1,2
Der Anteil der Patienten, die der regelmäßigen IVOM Therapie Monate nach Beginn treu bleiben, ist jedoch mit 40 % gering.3
Ihre Unterstützung kann helfen, dass Patienten motiviert bleiben!
Therapietreue stärken
Hilfreiche Tipps von MFA für MFA - so können Sie Patienten unterstützen
Verständlich aufklären – Wissen nimmt Ängste
Viele Menschen verstehen die Bedeutung einer IVOM-Behandlung nicht vollständig. In einer aktuellen Barometer-Umfrage* gab mehr als die Hälfte der Patienten an, nicht zu wissen, wie lange ihre Behandlung dauern würde. Eine einfache und verständliche Erklärung kann viel bewirken. Hier sind hilfreiche Formulierungen:
Motivation aufrechterhalten – Erfolge bewusst machen
Die IVOM-Therapie ist ein Marathon, kein Sprint. Regelmäßige Bestätigung hilft, die Motivation zu erhalten. Tipp: Erinnern Sie Patientinnen und Patienten daran, warum sich die Mühe lohnt:
Hürden ernst nehmen – praktische Lösungen anbieten
Viele Patienten sind unsicher oder überfordert, was Organisation und Ablauf der Therapie betrifft. Bei einem DMÖ sollten Patienten zudem ihren Arbeitergeber informieren.
Literatur
1 Ziemssen F et al. Ophthalmologe 2015; 112(3): 246–254
2 Ehlken C et al. Retina 2018; 38(6): 1134–1144.
3 Eter, N., Hasanbasic, Z., Keramas, G. et al. PERSEUS 24-month analysis, 2021
* Barometer-Umfrage, Herold TR. et al. DOG 2024 Poster
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