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24.07.2026

Netzhauterkrankungen im Wandel der Zeit

AMD, DMÖ und RVV: Medizinische Fortschritte bei Augenerkrankungen

Netzhauterkrankungen wie eine altersbedingte Makuladegeneration (AMD), ein diabetisches Makulaödem (DMÖ) oder ein retinaler Venenverschluss (RVV) zählen heute zu den häufigsten Ursachen für eine Sehbeeinträchtigung. Die Erkrankungen selbst sind dabei nicht neu – im Laufe der Zeit haben sich aber vor allem ihre Häufigkeit und ihre Ursachen verändert sowie die Möglichkeiten, sie frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Dank moderner Medizin können viele Betroffene heute deutlich besser versorgt werden als noch vor wenigen Jahrzehnten.
 

Nahaufnahme eines Auges, umgeben von kleinen weißen Kreisen.


Eine Verschiebung der Ursachen

Früher waren Netzhautschäden häufig die Folge von Infektionen, Verletzungen oder Mangelernährung. So konnten Krankheiten wie Syphilis oder ein Vitamin-A-Mangel das Sehvermögen dauerhaft beeinträchtigen. Mit verbesserten Lebensbedingungen und medizinischer Versorgung sind diese Ursachen in den Hintergrund gerückt. Heute stehen vor allem alters- und stoffwechselbedingte Erkrankungen im Fokus. Eine steigende Lebenserwartung sowie die zunehmende Verbreitung von Diabetes tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen von Netzhauterkrankungen wie AMD oder DMÖ betroffen sind.
 


Früher erkennen, gezielter behandeln

Während Netzhauterkrankungen früher häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wurden, ermöglichen moderne Diagnoseverfahren heute eine deutlich frühere Erkennung und eröffnen neue therapeutische Möglichkeiten. Durch moderne bildgebende Verfahren wie die optische Kohärenztomographie (OCT) können Ärzte selbst kleinste Veränderungen der Netzhaut frühzeitig erkennen – oft schon bevor Betroffene erste Beschwerden bemerken.

Und auch die Behandlungsmöglichkeiten haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt. Moderne Therapieansätze wie die IVOM-Behandlung können den Verlauf vieler Netzhauterkrankungen verlangsamen oder das Sehvermögen langfristig erhalten. Neue Generationen von IVOM-Medikamenten tragen zudem dazu bei, die Therapie besser in den Alltag der Betroffenen zu integrieren – etwa durch längere Abstände zwischen den notwendigen Arztbesuchen.

 

Die Zukunft der Netzhautmedizin

Auch die Forschung schreitet weiter voran. Gentherapien bieten bei einigen erblichen Netzhauterkrankungen bereits neue Behandlungsmöglichkeiten. Gleichzeitig arbeiten Wissenschaftler an Stammzelltherapien, künstlicher Intelligenz zur Früherkennung und innovativen Netzhautimplantaten.

Der Blick auf die vergangenen Jahrzehnte zeigt: Netzhauterkrankungen waren und sind in unserer Gesellschaft präsent. Gleichzeitig eröffnen medizinische Innovationen immer bessere Chancen, Sehvermögen zu erhalten und die Lebensqualität der Betroffenen nachhaltig zu verbessern.

 

Ein älterer Mann mit einem schwarzen Fernglas, der in die Ferne schaut.
Weitere Informationen zu modernen Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten

 

 

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